BRANCHE. NEWS. IMPULSE.
IM NOVEMBER 2025

Axel Voss auf
dem Smart City Campus

Austausch zur Ladeinfrastruktur und kommunalen Digitalisierung

Wie sich Lösungen wie der neue Ladebordstein im Alltag bewähren und welchen Beitrag sie für den anstehenden Ausbau der Ladeinfrastruktur leisten können, war auch Thema beim Besuch des Europaabgeordneten Axel Voss Mitte November auf unserem Smart City Campus in Pulheim. Voss ließ sich von unserem CEO Carsten Schweneker und Smart-City-Experten Matin Sekandari erläutern, wie solche Systeme unter realen Bedingungen funktionieren und welche Anforderungen sich daraus für Städte ergeben.

Der CDU-Europapolitiker befasst sich in Brüssel seit Jahren mit digitaler Regulierung, Dateninfrastrukturen, KI und kommunalen Anwendungsfeldern – und vieles von dem, was dort entschieden wird, wirkt sich unmittelbar auf Städte, kommunale Betriebe und ihre Infrastrukturplanung aus. Vor diesem Hintergrund interessierte Voss besonders, wie sich neue Technologien in bestehende Abläufe integrieren lassen und welche Anforderungen Kommunen an praktikable Lösungen stellen. Detaillierte Einblicke in Aufbau, Handhabung und Funktionsweise des Ladebordsteins konnte Voss sich in unserem eigens zu Demonstrationszwecken ausgestatteten Elektrobus verschaffen.

Insbesondere ging es um die Einbindung neuer Systeme in bestehende kommunale Infrastrukturen – ganz konkret, an praktischen Beispielen. Gezeigt wurde etwa, welche Abstimmungen mit Tiefbau, Netzbetreibern und Bauämtern notwendig sind und wie Kommunen den späteren Betrieb organisatorisch abbilden können. Voss interessierte sich besonders dafür, wie solche Lösungen im Zusammenspiel mit bestehenden Netzen, Backend-Systemen und kommunalen Workflows funktionieren und welchen Aufwand Städte dafür tatsächlich einplanen müssen.

Carsten Schweneker betonte dabei unseren Anspruch, Lösungen auszuwählen, die sich unter realen Bedingungen bewähren und gleichzeitig auf künftige regulatorische Anforderungen vorbereitet sind: „Wir setzen auf Technik, die Kommunen sofort nutzen können und die sich ohne größere Eingriffe integrieren lässt.“

Der Besuch zeigte zugleich, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Politik und Anbietern im Infrastrukturbereich bleibt – gerade auch auf europäischer Ebene. Solche Gespräche schaffen ein besseres Verständnis dafür, wie sich regulatorische Vorgaben aus Brüssel in der Praxis auswirken und welche Voraussetzungen Unternehmen benötigen, um Lösungen planbar entwickeln und bereitstellen zu können. Die Themen reichten von Ladeinfrastruktur über Breitband bis hin zu smarten Anwendungen. Für uns ist dieser Dialog ein zentraler Bestandteil, um künftige Entwicklungen frühzeitig einzuordnen und kommunale Akteure verlässlich zu begleiten.

Neu im EBERO FAB
Portfolio

Laden ohne Stelen: Der Ladebordstein von Rheinmetall

Im November hat die Bundesregierung den Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 beschlossen, mit dem der weitere Ausbau des Ladenetzes erheblich beschleunigt werden soll. Kommunen stehen damit vor der Herausforderung, zügig neue Ladepunkte einzurichten – oft in Straßenräumen, in denen zusätzlicher Platz nur begrenzt vorhanden ist.

Genau dort geraten klassische Ladesäulen schnell an ihre Grenzen. Sie beanspruchen Gehwegbereiche, erzeugen Nutzungskonflikte und sorgen immer wieder für Diskussionen über querliegende Kabel. Gleichzeitig sollen Ladepunkte im Alltag funktionieren, barrierearm sein und das Umfeld möglichst wenig verändern. Entscheidend wird deshalb, ob Lösungen bereitstehen, die sich ohne große Eingriffe in gewachsene Quartiere integrieren lassen.

Vor diesem Hintergrund haben wir den Ladebordstein von Rheinmetall in unser Sortiment aufgenommen. Der Ladepunkt liegt im Bordstein selbst, der Zugang erfolgt direkt am Fahrzeug, und Wegeflächen bleiben frei. Für dicht bebaute Bereiche entsteht damit eine Möglichkeit, zusätzliche Ladepunkte einzurichten, ohne Stelen aufzubauen oder Sichtbeziehungen zu verändern. Die Installation lässt sich mit vergleichsweise geringem Aufwand organisieren, und der Betrieb erfolgt ohne zusätzliche Eingriffe in den Gehwegbereich.

Der Ladebordstein liefert bis zu 22 Kilowatt und wird wie gewohnt per App, QR-Code oder RFID-Karte freigeschaltet. Das technische Innenmodul kann vollständig entnommen und durch ein Austausch-modul ersetzt werden, was Wartungen deutlich vereinfacht und Ausfallzeiten reduziert. In Köln und Nörvenich läuft das System bereits regulär und hat sich dort im Alltag bewährt.

Für Demonstrationen vor Ort kommt unser Schulungs-Elektrobus zum Einsatz: Hier zeigen wir den Ladebordstein im Detail. Interessenten erhalten einen präzisen Eindruck von Aufbau und Handhabung und können sich die Abläufe Schritt für Schritt erläutern lassen.

Unser Geschäftsführer Roman Baumhof formuliert es in der offiziellen Mitteilung so: „Das Konzept der platzsparenden und gut zugänglichen Ladebordsteine überzeugt uns – gerade auch im Hinblick auf die Mobilität der Zukunft. Wir freuen uns, das Produktsortiment von EBERO FAB rund um das Thema Smart City mit den Ladebordsteinen zu erweitern.“

Der Einsatz des Ladebordsteins beschränkt sich nicht auf den öffentlichen Straßenraum. Das System eignet sich ebenso für private und halböffentliche Flächen – etwa Betriebshöfe oder größere Nichtwohngebäude, bei denen eine stärkere Berücksichtigung von Ladeinfrastruktur verlangt wird. Und auch denkmalrechtliche Fragen spielen eine Rolle: Das OVG Münster hat 2023 entschieden, dass freistehende Ladesäulen in historischen Ensembles unzulässig sein können. Die Integration in den Bordstein vermeidet solche Konflikte. Aus diesen Gründen haben wir den Ladebordstein als festen Bestandteil in unser Smart-City-Portfolio aufgenommen.

Einweihung
Edewecht

Modernisiertes Lager eingeweiht: Wir verdreifachen unsere Kapazität in Edewecht

Ende November haben wir die modernisierte Lagerhalle in Edewecht offiziell eingeweiht. Auf knapp 700 Quadratmetern stehen uns nun deutlich mehr Lager- und Kommissionierkapazitäten zur Verfügung, wodurch die Materialverfügbarkeit am Standort deutlich steigt.

Von Januar bis Ende März 2025 wurde das Lager vollständig umgebaut. In dieser Zeit haben wir den Betrieb in ein Ausweichlager nach Westerstede verlegt. Die zusätzlichen Transportwege und der höhere Abstimmungsaufwand waren organisatorisch anspruchsvoll, die Versorgung unserer Kunden blieb jedoch sichergestellt.

Am Standort Edewecht stehen uns jetzt fast 700 Palettenstellplätze zur Verfügung; zuvor waren es 250. Im Bereich Kleinmaterial wurde eine zweigeschossige Regalanlage installiert. Die Kapazität stieg von rund 500 auf rund 850 Lagerplätze. Damit können wir mehr Artikel direkt vorhalten und Bestellungen schneller kommissionieren.

Zur Einweihung waren 18 Lieferanten als Aussteller vor Ort: Beulco, Dalminex, Emtelle, Hawle, Rehau Nahwärme, Serius, Gerodur, Georg Fischer, Düker, Frischhut, Wavin, egeplast, Filoform, Kettler, Reinert Ritz, Ostendorf, Hydrotec und Fränkische Rohrwerke. Die Veranstaltung bot einen kompakten Überblick über aktuelle Produkte und Lösungen unserer Partner.

Mit der erweiterten Lagerstruktur können wir künftig schneller auf Anforderungen reagieren, Abläufe stabiler gestalten und Kundenprojekte zuverlässiger bedienen – auch bei kurzfristigen Bedarfen oder parallelen Projekten.

Transparente
Lieferketten

Digitale Nachweispflichten: Wie wir Transparenz in der Lieferkette umsetzen

Die gesetzlichen Anforderungen an die Dokumentation von Lieferketten steigen spürbar – nicht nur bei großen Industrien, sondern zunehmend auch in kommunalen Unternehmen und ihren Zulieferern. Auf europäischer Ebene erweitern die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) die Verpflichtungen zur Offenlegung von Umweltauswirkungen und Risiken in der Lieferkette. Ergänzt werden sie durch den geplanten Digital Product Passport, der Produktdaten über den gesamten Lebenszyklus verfügbar machen soll. Deutschland hat mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz bereits nationale Vorgaben geschaffen, die auch mittelbare Zulieferer öffentlicher Auftraggeber betreffen.

Für kommunale Infrastrukturprojekte bedeutet das: Herkunfts- und Nachhaltigkeitsnachweise von Materialien werden zum festen Bestandteil von Planungs- und Beschaffungsprozessen. Stadtwerke, Versorger und Tiefbauunternehmen müssen immer häufiger belegen, dass Produkte regelkonform, nachvollziehbar und nachhaltig bezogen wurden.

Um diese Anforderungen vorausschauend zu erfüllen, arbeiten wir seit diesem Jahr mit der Softwareplattform des Mannheimer Anbieters osapiens. Ziel ist eine durchgängige, digitale Abbildung unserer Liefer- und Beschaffungsprozesse – von Materialangaben und Zertifikaten über Lieferantendaten bis zur revisionssicheren Dokumentation. Die Plattform führt diese Informationen zusammen und ermöglicht es, Berichte für unterschiedliche regulatorische Vorgaben automatisiert zu erstellen.

Für unsere Kunden – insbesondere Stadtwerke, Versorger und Tiefbauunternehmen – entsteht damit ein wesentlicher Vorteil: Nachweise lassen sich einfacher, schneller und verlässlich bereitstellen. Das erleichtert kommunalen Auftraggebern die Einhaltung eigener Berichtspflichten und stärkt das Vertrauen in die eingesetzte Materialqualität.

EBERO AG - Vorstand Philipp Schweneker, betont dabei den praktischen Nutzen digitaler Lösungen: „Wir wollen zeigen, dass Digitalisierung im Compliance-Bereich nicht automatisch mehr Bürokratie bedeutet. Transparente Daten vereinfachen Prozesse, erhöhen die Nachvollziehbarkeit und schaffen Vertrauen – entlang der gesamten Lieferkette.“

Die Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit osapiens machen deutlich, dass sich wirtschaftliche Anforderungen und regulatorische Vorgaben nicht widersprechen müssen. Im Gegenteil: Eine saubere digitale Datenbasis hilft beiden Seiten – kommunalen Auftraggebern ebenso wie uns als Lieferant – und schafft Klarheit bei Herkunft, Qualität und Dokumentation von Materialien. Für kommunale Unternehmen eröffnet das neue Möglichkeiten, Nachhaltigkeits- und Compliance-Vorgaben pragmatisch zu erfüllen und die Zusammenarbeit mit verlässlichen Partnern weiter auszubauen.

Smartes
Welterbe

EBERO FAB – Sensorik für Haithabu und Danewerk

Die UNESCO-Welterbestätten Haithabu und Danewerk gehören zu den kulturell bedeutendsten Orten in Schleswig-Holstein. Haithabu verzeichnete 2024 mehr als 160.000 Besucherinnen und Besucher und zählt zu den meistfrequentierten Museen des Landes. Das Danewerk wiederum lebt von seinen weitläufigen Wallanlagen und offenen Landschaftsräumen, die international für ihre historische Bedeutung geschätzt werden. Beide Standorte stehen damit vor der gleichen Herausforderung: Besucherströme sollen besser verstanden werden, ohne den Charakter der Anlagen zu verändern.

Gemeinsam mit dem Kreis Schleswig-Flensburg und der Digitalagentur Smarte Grenzregion unterstützen wir den Aufbau einer passenden Sensorik. Für uns knüpft das direkt an Erfahrungen an, die wir im Norden bereits gesammelt haben – von sensorgestützten Parkraumlösungen in Flensburg bis hin zu Verkehrs- und Infrastruktur-Sensorik im Amt Süderbrarup. Die Welterbestätten stellen jedoch besondere Anforderungen: Technik muss hier nahezu unsichtbar bleiben, robust funktionieren und die historischen Strukturen respektieren.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Besucherbewegungen verlässlich erfassen lassen, ohne das Erscheinungsbild der historischen Anlagen zu beeinträchtigen. Für die Zufahrtsbereiche bieten sich optische Systeme an, die Fahrzeuge präzise zählen können. In den fußläufigen Zonen kommen unauffällige Zähleinheiten in Betracht, die ihre Daten per LoRaWAN senden und sich an bestehenden Pfosten oder Geländern befestigen lassen. Gemeinsam ist allen Varianten, dass sie ohne neue bauliche Eingriffe auskommen, absolut datenschutzkonform sind und sich sensibel in die Umgebung einfügen – so wie es ein Projekt im denkmalgeschützten Umfeld verlangt.

Im nächsten Schritt folgt nun die technische Ausgestaltung des Systems – von der Platzierung der Sensoren bis zur Anbindung an die Urbane Datenplattform. Entscheidend ist, dass die Daten später sowohl dem Welterbe als auch dem Kreis für Planung, Besucherlenkung und Dokumentation zur Verfügung stehen. Zugleich stellen wir sicher, dass Betrieb, Wartung und Aktualisierungen aus einer Hand laufen und die Anlagen langfristig zuverlässig bleiben.

Wir freuen uns, Teil dieses kulturell bedeutenden Vorhabens zu sein und mit unserer technischen Expertise zur Weiterentwicklung des Welterbes beitragen zu können. Der besondere Schutzstatus von Haithabu und Danewerk stellt hohe Anforderungen an jede Form von Infrastruktur. Umso wichtiger ist eine Lösung, die sich zurückhaltend einfügt, zuverlässig arbeitet und zugleich die Daten liefert, die für Planung, Besucherlenkung und Dokumentation notwendig sind.

Terminvorschau

Treffen Sie uns. Wir stellen aus.

25. – 27.11.2025: Heat Expo // Dortmund

02. – 03.12.2025: Meistererfahrungsaustausch // Travemünde

05. – 06.02.2026: Besuchen Sie uns erstmalig an zwei Ständen auf dem 38. Oldenburger Rohrleitungsforum // Oldenburg
EBERO FAB Kommunikationsstand – Halle HA1 | Stand H04
EBERO KHK Innovationsstand Halle HA2 | Stand L09